Heidelberg. Der Bezirksvorstand der CDU Nordbaden hat sich auf seiner jüngsten digitalen Vorstandssitzung dafür ausgesprochen, die mit einer möglichen Fusion der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim verbunden Chance für einen Life Science Standort mit weltweiter Strahlkraft für Baden-Württemberg zu nutzen.

„Die einzigartige Verbindung von medizinischer Exzellenz, international anerkannter Forschung, renommierter Medizintechnik sowie europaweiten Spitzenstellung der Region in den Bereichen Digitalisierung und Innovation ist die Grundlage für eine Jahrhundertchance für unser Land, wenn wir sie nutzen“, sagte der CDU-Bezirksvorsitzende, Minister Peter Hauk MdL. Dazu müsse das Land ausreichend Mittel zur Verfügung stellen. Zudem biete sich die Chance, die medizinische Versorgung in der Spitze weiter zu verbessern, ohne dass die Versorgung in der Breite darunter leidet.

Die beiden Mannheimer CDU-Kandidaten für die Landtagswahl, Professor Alfred Wieczorek und Lennart Christ, betonten, dass es nicht darum gehe, das Klinikum Mannheim auf Kosten des Landes zu sanieren, sondern darum, durch eine Fusion mit dem Uniklinikum Heidelberg eine kritische Größe für ein Life Science Center zu überschreiten. Die Stadt müsse schon auch aus Eigenmitteln hierzu ihr Scherflein beitragen. Das Land könne nur die fusionsbedingten Kosten, nicht aber etwaige „Altlasten“ übernehmen, ist CDU-Bezirkschef Peter Hauk überzeugt.

Für die Heidelberger CDU-Kandidatin Dr. Anja Boto brächte eine Fusion einen Quantensprung für die Spitzenforschung in der Region. MdL Karl Klein, MdL Dr. Albrecht Schütte und MdL Julia Philippi betonten, dass mit einer solchen Fusion und in Kooperation mit einem regionalen international tätigen digitalen Player beste Voraussetzungen für ein „worldwide leadership“ der Kurpfalz in Sachen Life Science geschaffen würden.

Der CDU-Bezirksvorstand kam überein, dafür innerhalb der Gesamtpartei, aber auch in ggfs. anstehenden Koalitionsverhandlungen, zu werben.

Vorheriger Beitrag