Der Einladung des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CDU Nordbaden folgten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU- Fraktion, Karin Maag MdB, und Gunther Krichbaum, MdB. So verschaffte sich der Arbeitskreis mit der Vorsitzenden Alexandra Tatjana Baur gemeinsam mit den Gästen einen Eindruck über den aktuellen Stand der im Aufbau befindlichen Produktionsstraßen zur Herstellung von medizinischen Atemmasken. Hier hatte der Arbeitskreis zuletzt gefordert, in relevanten Bereichen angesichts von Corona und möglichen anderen Pandemieszenarien Produktionen von Schutzausrüstung und auch Produktionen von Arzneistoffen wieder nach Europa und Deutschland zurück zu verlagern. Diese Forderung wird auch von Karin Maag unterstützt.

Die Pforzheimer Firma Admedes ist im Medizintechniksektor ein führendes Unternehmen in der Produktion von Gefäßimplantaten aus Nitinol. Dies ist ein Formgedächtnismetall, welches insbesondere bei Herzklappen, Aortenstents und sonstige Gefäßimplantate eingesetzt wird. Nicht ganz ohne Stolz berichtet Frank Nauheimer, Geschäftsführer von Admedes, dass man in den USA von Pforzheim als Nitinol-City spricht. Admedes beteiligte sich vor drei Monaten an einer Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums und erhielt den Zuschlag bis Ende nächsten Jahres wöchentlich ca. 1,5 Millionen FFP 2 sowie OP-Masken zu produzieren. Innerhalb von 90 Tagen haben sie gemeinsam mit dem Partner IMSTec vier Produktionsstraßen aufgebaut, die wichtige Anteile der Produktion für eine vollautomatische ohne menschlichen Zugriff liefern.

Großes Interesse an den Masken aus Pforzheim besteht auch international. Bereits jetzt gibt es Anfragen aus Mexiko, Indien und den USA. Allerdings bringt die geforderte CE-Kennzeichnung das Unternehmen unter Druck. Wurden doch kurzfristig die Spielregeln zur Zulassung durch das Bundesgesundheitsministerium geändert. Die beschleunigte CPA-Zulassung wird nun doch wieder der CE-Kennzeichnung untergeordnet. Trotz allem hält Admedes weiter an seinem ersten Liefertermin am 15.August 2020 fest.

Karin Maag zeigte sich sichtlich beeindruckt über die Innovation dieses Unternehmens. Im Gespräch räumte sie ein, dass sie nicht wirklich mit Möglichkeit einer fertigen Produktion bis zu diesem Tag rechnete. Sehr euphorisch gaben sich Frank Nauheimer und Alexandra Baur am Ende des Abends. Er, weil Admedes es als erstes in Deutschland schaffte, mit Fleiß und Tatkraft längst ausgelagerte Technik zurück zu gewinnen und sie, weil sich wieder einmal zeigte, das beharrlicher politischer Einsatz lohnen und erfolgreich sind.

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